Gottesdienst anlässlich des Transgender Day of Remembrance (TDOR) [Gedenktag für die Opfer von Transphobie]

Mittwoch 20. November 2019    19 Uhr

Stadtkirche Darmstadt
An der Stadtkirche 1
64283 Darmstadt

Herzliche Einladung zu einem Gottesdienst der etwas anderen Art mit Gedenken an die ermordeten transsexuellen Menschen des letzten Jahres. Im Rahmen dieses Gottesdienstes findet die Übergabe der portugiesischen Übersetzung der Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen“ statt, die Hassverbrechen gegen transsexuelle Menschen in Brasilien verringern soll.

Interdisziplinäre Ringvorlesung "Gender matched Queer" an der TU Darmstadt im Wintersemester 2019/2020

Oktober 2019
WO: S101/A5 (Universitätszentrum, karo 5)
WANN: donnerstags, 16:15-17:45 Uhr
WARUM: In Zeiten von Anti-Genderismus als einer oft weniger durch Argumente als durch Meinungen geprägten Abwehrhaltung gegen Gender bzw. gegen das diesem Begriff Unterstellte einerseits, einer zunehmend von Selbstreferentialität geprägten Genderforschung andererseits, wollen wir in dieser Ringvorlesung die notwendige Geltung und unaufhebbare Bedeutung von Gender als Analyse-, Verunsicherungs- und Gerechtigkeitskategorie aus Sicht ganz verschiedener Forschungsbereiche und Wissenschaftsdisziplinen vor der universitären Öffentlichkeit herausstellen.
WIE: Der Idee einer notwendigen Interdisziplinarität und Dialogizität verpflichtet, werden in dieser Ringvorlesung für jeden Vorlesungstermin zwei Vertreter*innen unterschiedlicher Disziplinen und Fächer gematched, um nach zwei Kurzvorträgen miteinander und dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Im Kontext dieses Themenspektrums versammelt die Ringvorlesung Beiträge zur Bedeutung, Aktualität und Brisanz der Gender Studies sowie zu den mit den Gender Studies verbundenen Ansätzen wie den Queer Studies und der Trans*Theory.
Informationen zum Ablauf und zu den Vortragenden entnehmen Sie bitte dem Plakat.
Veranstalter*innen / Kontakt:
Dr. des. Lisa Wille, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, Dezentrale Gleichstellungsbeauftragte des FB 02, TUD | E-Mail: wille(at)linglit.tu-darmstadt.de
Dr. Gerhard Schreiber, Institut für Theologie und Sozialethik, FB 02 | E-Mail: schreiber(at)theol.tu-darmstadt.de

 

Nachruf auf Viktor Staudt

September 2019
„Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Psalm 31,16)

Mit großer Bestürzung und Trauer hat das Institut für Theologie und Sozialethik vom Tode Viktor Staudts erfahren. Viktor Staudt (geb. 1969) war mehrmals Gast unseres Instituts und hat auf Vortragsveranstaltungen und Workshops, die in Kooperation mit dem Darmstädter Bündnis gegen Depression, der TelefonSeelsorge Darmstadt sowie der Trauerseelsorge im Ev. Dekanat Darmstadt-Land veranstaltet wurden, auf sehr beeindruckende Weise und ohne Beschönigung über seine langjährigen Angstattacken, Depressionen und darüber berichtet, wie er im Alter von dreißig Jahren keinen Ausweg mehr sah, vor einen Zug sprang und überlebte, dabei aber beide Beine verlor.
Viktor Staudt war ein überaus zugewandter, gewinnender Mensch und hat vielen Studierenden und Angehörigen Hoffnung und Mut gegeben. Durch seine große Offenheit ist es ihm gelungen, das Thema Suizid und Suizidalität aus der Tabuzone zu holen und zu einem bewussten Umgang mit diesem Thema zu ermutigen.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar: Tel. 0800-1110111 und 0800-1110222.
Foto: privat

 

Herzliche Einladung zur Queeren Woche 2019!

16.1.2019
Die Queere Woche ist eine Veranstaltungsreihe, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Differenzverhältnissen aus der Perspektive der Gender, Queer und Dis/Ability Studies auseinandersetzt. Die Veranstaltungsformate (Vorträge, Workshops und reguläre Seminarsitzungen) stehen allen interessierten Besucher*innen, die mehr über Geschlecht, Sexualität und Behinderung erfahren möchten, offen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Übersicht über die Veranstaltungen der Queeren Woche (21.1.-25.1.2019) finden Sie hier.


Vielfalt fordert

18.12.2018
Vielfalt ist eine soziale Tatsache. Sie ist aber auch eine Herausforderung und Aufforderung an uns alle, über das Verhältnis zu uns selbst und zur Welt immer wieder neu zu reflektieren. Wie Forschung und Lehre im Allgemeinen nehmen Gender und Queer Studies die Aufgabe wahr, eine kritische Reflexion von sozialen und geschlechtlichen Unterscheidungen zu fördern und damit zu einem hierarchiefreien und wertschätzenden Umgang mit Differenz und deren Anerkennung beizutragen.
Beschäftigte und Studierende der TU-Darmstadt unterstützen daher den bundesweiten Aktionstag #4GenderStudies. Wir sehen in den Gender und Queer Studies eine leidenschaftliche Haltung innerhalb kritisch engagierter Wissenschaft mit steter Bereitschaft zu neuerlichem Nachdenken, einschließlich der sich daraus ergebenden Revisionen traditioneller Vorstellungen sexueller und geschlechtlicher ‚Richtigkeiten‘.
Denn Geschlecht und Sexualität stellen individuell, gesellschaftlich und global noch immer Erfahrungskontexte dar, die Leiden schaffen. Mit der Anerkennung dessen, der Wahrnehmung und Untersuchung von Gewalt und ihrer Ursachen kann eine widerständige Perspektive eingenommen werden. Diese zielt auf ein umfassendes Verständnis von Gerechtigkeit ab, das geschlechtliche und sexuelle Gerechtigkeit und Freiheit inkludiert.
Studierende und Beschäftigte der TU-Darmstadt


Memorandum zu Arbeit 4.0

18.04.2018
Der 'Arbeitskreis Kirche und Gewerkschaften', in dem Heiner Ludwig seit vielen Jahren aktiv mitarbeitet, hat ein Memorandum zum Thema Arbeit 4.0 verfasst unter dem Titel: 'Für eine reformierte Arbeitsgesellschaft. Grundpositionen und Impulse. Ein Zwischenruf'.

Sie finden den Text und weitere Informationen zu diesem Arbeitskreis hier


Gerhard Schreiber erhält Siegele-Wenschkewitz Preis 2017

12.11.2017
Dr. Gerhard Schreiber, Akademischer Rat am Institut für Theologie und Sozialethik der TU Darmstadt, erhält den Leonore-Siegele-Wenschkewitz-Preis 2017 für das von ihm herausgegebene Grundlagenwerk Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften. Ergebnisse, Kontroversen, Perspektiven (Berlin/Boston: Walter de Gruyter 2016).
Der alle zwei Jahre vergebene Leonore-Siegele-Wenschkewitz-Preis ist nach der 1999 verstorbenen Kirchenhistorikerin und langjährigen Direktorin der Evangelischen Akademie Arnoldshain benannt. Er dient der Auszeichnung von Beiträgen, die in besonderer Weise die Feministische Theologie oder die Gender Studies in der Theologie fördern.
Die Stifter des Preises sind neben dem Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. die Evangelische Akademie Frankfurt, der Verein Evangelische Frauen in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Der mit 3.000 Euro dotierte Hauptpreis wird am 12. November 2017 in der Evangelischen Akademie Frankfurt in einem Festakt übergeben


Nachruf auf Prof. Dr. Wolfgang Bender

Am 15. Juli 2017 ist Prof. Dr. Wolfgang Bender, Mitbegründer unseres Instituts, im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben.
Die Darmstädter Theologie und Sozialethik würde es ohne Wolfgang Bender nicht geben; und sie hat ihm und seinem vielfältigen Engagement in Kirche, Hochschule und Gesellschaft unendlich viel zu verdanken.
Wer Wolfgang Bender noch im persönlichen Kontakt erlebt hat, weiß eindrücklich von einer aufmerksamen, aufgeschlossenen, zugewandten und herzlichen Persönlichkeit zu berichten, deren Abschied vom Institut im Jahr 1996 für viele einen schmerzlichen Verlust bedeutete.
Wir werden Wolfgang Bender ein ehrendes Gedenken bewahren.
Artikel zum Tod von Prof. Dr. Wolfgang Bender aus der "FB2 aktuell" Oktober 2017

Foto: privat


Nachruf auf J. Lessenich

Unerwartet und plötzlich verstarb am 9. Mai 2017 Jean(ne) Lessenich (*29. September 1942).
Nach einer Ausbildung zur grafischen Zeichnerin studierte Jean(ne) Lessenich Malerei und Grafik an den Kölner Werkschulen und war als Layouter_in, Illustrator_in und Autor_in tätig. Für den von Dr. Gerhard Schreiber herausgegebenen Band „Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften. Ergebnisse, Kontroversen, Perspektiven“ (2016) verfasste Jean(ne) Lessenich einen Beitrag über die Two-Spirits in Nordamerika („Two-Spirits und nádleehí oder das Unbehagen an der westlichen Sicht auf Trans*“, S. 245-262).
„Es ist eine großartige Fähigkeit der Diné oder Navajo und all der anderen indigenen Nationen der beiden Amerikas, sich zu wandeln und doch sie selber zu bleiben. Sie haben einen seit fünfhundert Jahren dauernden Genozid überlebt und sind noch da und werden weiter da sein. Die Two-Spirits-Bewegung ist ein Teil der Bewegung ‚Idle No More‘ geworden, die in ganz Nordamerika die indigenen Menschen erfasst hat und sie sagen lässt: ‚We shall remain!‘“ (S. 262)

Foto: Max Grönert, Kölner Stadt-Anzeiger

Kontakt

TU Darmstadt

Institut für Theologie und Sozialethik

Fachbereich 2

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Tel.: + 49 (0) 61 51/16-57419

Fax: + 49 (0) 61 51/16-57417

E-Mail: komorek(at)theol.tu-darmstadt.de

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