Herzliche Einladung zur Vortragsveranstaltung: "Varianten des Geschlechts: Intersex im Dialog"

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 15:20-17:00 Uhr
TU Darmstadt, Gebäude S1|05 (Maschinenhaus), Raum S105/22

Der Begriff ‚Intersexualität‘ steht für Varianten der Geschlechtsentwicklung (differences of sex development), die jeweils dazu führen, dass sich eine Person – sei’s durch Dritte, sei’s aus der eigenen Perspektive heraus – nicht eindeutig dem ‚männlichen‘ oder dem ‚weiblichen‘ Geschlecht im rechtlichen Sinne zuordnen lässt. Diesem Befund hat das Bundesverfassungsgericht am 10. Oktober 2017 Rechnung getragen und beschlossen, dass der Gesetzgeber eine dritte Eintragsmöglichkeit von Geschlecht im Personenstandsregister neben weiblich und männlich zu schaffen hat. Die Schaffung einer weiteren Eintragungsmöglichkeit von Geschlecht (‚divers‘) neben ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ im Personenstandsregister erscheint konsequent, da die Zuordnung zu einem Geschlecht für das Selbstverständnis einer Person gleichermaßen wie für die Wahrnehmung dieser Person durch andere von enormer Bedeutung ist.
Was bedeutet dies nun aber in der Praxis des Alltags? Mit welchen Herausforderungen und Hindernissen haben intersexuelle Menschen (auch) in unserer Gesellschaft nach wie vor zu kämpfen?   
Darüber wollen wir sprechen mit: Lucie Veith (Bundesverband Intersexuelle Menschen e.V.), Netzwerkkoordinator_in für Inter* im Queeren Netzwerk Niedersachen, Berater_in von intergeschlechtlichen Menschen und deren Angehörige; Mandatsträger_in für Bund, Länder und Peerbe-ratungsausbildung, Parallelberichterstatter_in zu verschiedenen UN-Konventionen.
Plakat

Veranstalter/Kontakt: Institut für Theologie und Sozialethik, Technische Universität Darmstadt
Landwehrstr. 54, D-64293 Darmstadt
AkadR Dr. Gerhard Schreiber / E-Mail: schreiber@theol.tu-darmstadt.de

 

Herzliche Einladung zur Vortragsveranstaltung: "Im Herzen bleibt alles gleich? Trans* und Kirche"

Mittwoch, 20. November 2019, 15:20-16:50 Uhr
TU Darmstadt, Gebäude S1|05 (Maschinenhaus), Raum S105/22

Die Geschlechtszugehörigkeit eines Menschen wird landläufig als ein ‚natürlich‘ vorgegebener, durch die Genitalien erkennbarer unveränderlicher Tatbestand betrachtet. Wenn das bei der Geburt einem Menschen zugeordnete, im weiteren Lebensverlauf mit bestimmten Vorstellungen verknüpfte Geschlecht dem ersten Anschein widerspricht, werden Erwartungen durchkreuzt und bei vielen Mitmenschen Gefühle der Verunsicherung bis hin zur Abwehr hervorgerufen.
Der Prozess der Bewusstwerdung einer Diskrepanz zwischen empfundenem und zugeordnetem Geschlecht ist für die Betreffenden oft leid- und schmerzvoll und mit gravierenden Auswirkungen verbunden, nicht zuletzt auf Partnerschaft und Familie. Und wenn die betreffende Person auch noch als Pfarrperson im Dienste einer evangelischen Kirche steht, kommen Fragen und Herausforderungen ganz eigener Art dazu.
Was bedeutet das Bedürfnis nach Angleichung von Körper und Lebensweise an das innerlich bestimmende Geschlecht aus Sicht von Theologie und Kirche? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Arbeit in einer Kirchengemeinde? Darüber wollen wir sprechen mit Pfarrerin Dorothea Zwölfer (Coburg).       Plakat

Veranstalter/Kontakt: Institut für Theologie und Sozialethik, Technische Universität Darmstadt
Landwehrstr. 54, D-64293 Darmstadt
AkadR Dr. Gerhard Schreiber / E-Mail: schreiber@theol.tu-darmstadt.de

 

Vortragsabend mit Chris Paul (Bonn): "Warum hast du uns das angetan? Trauer nach Suizid."

Vor rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörern veranstalte das Institut für Theologie und Sozialethik (iths) in Kooperation mit dem Darmstädter Bündnis gegen Depression e.V., der TelefonSeelsorge Darmstadt e.V., der Trauerseelsorge im Dekanat Darmstadt-Land am 10. Juli 2019 einen spannenden Vortragsabend zum Thema Suizid und Suizidprävention.
Suizid und Suizidalität ist für die meisten Menschen auch in unserer Gesellschaft etwas, das tunlichst verschwiegen wird. Angehörige schämen sich, vom Suizid eines nahestehenden Menschen zu berichten. Nur die wenigsten wagen es, ihre eigenen Gefühle der Einsamkeit, Wut und Ohnmacht in den Mittelpunkt zu stellen.
Die renommierte Trauerbegleiterin und Fachautorin Chris Paul (Bonn) beschäftigte sich mit der Frage des Umgangs mit der Trauer nach dem Suizid eines nahestehenden Menschen. Sie beschrieb Schwierigkeiten und Chancen des Trauerns in dieser außergewöhnlichen Lebenssituation – gegen die Sprachlosigkeit nach einem Suizid.
Hier ein Bericht über diesen Vortragsabend im Darmstädter Echo vom 22.07.2019 (Anke Breitmaier)

 

Herzliche Einladung zur Filmvorführung und Podiumsdiskussion: MÄDCHENSEELE

Freitag, 8. Februar 2018, 13:30-15:00 Uhr

Technische Universität Darmstadt
Gebäude S1|08 (Maschinenbau) - Raum S108/111
Magdalenenstraße 4
D-64289 Darmstadt

Der Dokumentarfilm "Mädchenseele" von Anne Scheschonk (Halle a.d. Saale) porträtiert das Leben des 7-jährigen Trans*Mädchens Nori und ihrer Mutter Jospehin. Das Porträt zeigt die Entschlossenheit eines Kindes, die selbstgewählte Geschlechtsidentität zu leben und den Prozess der Mutter, diese Entscheidung zu akzeptieren und zu unterstützen. In Alltagsbeobachtungen und Gesprächen wird deutlich, welchen Herausforderungen Kinder und ihre Familien im Anerkennungsprozess um das selbstgewählte Geschlecht begegnen.
Hier geht's zum Preview: https://www.youtube.com/watch?v=WFuxx7KPFws

Im Anschluss an die Filmvorführung wird es Gelegenheit zu Rückfragen an die Regisseurin Anne Scheschonk geben und in einer Podiumsdiskussion Herausforderungen und Chancen für den Umgang mit Transsexualität in Religion und Gesellschaft erörtert werden.
Zu Gast:
Anne Scheschonk, Autorin und Filmemacherin (Halle a.d. Saale)
Pfarrerin Dorothea Zwölfer (Coburg)
Pfarrerin Claudia Zwölfer (Coburg)

Veranstalter/Kontakt: Institut für Theologie und Sozialethik, Technische Universität Darmstadt
AkadR Dr. Gerhard Schreiber, Landwehrstr. 54, D-64293 Darmstadt
E-Mail: schreiber@theol.tu-darmstadt.de


Workshops für Studierende: "Suizid und Suizidprävention"

Donnerstag 28. Juni 2018, 10:00-13:00 Uhr
TU Darmstadt, Gebäude S1|01 (karo 5), Raum A02
Nach aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO nehmen sich jährlich auf der Welt mehr als 900.000 Menschen das Leben – mehr, als durch alle Kriege zusammen sterben.  ... siehe Flyer
1. „Trauer nach Suizid im familiären Umfeld“.
          Referentin: Tabitha Oehler, Trauerseelsorge Ev. Dekanat Darmstadt-Land.
 2. „Gespräche mit Menschen in suizidalen Krisen“.
          Referent*innen: Ralf Scholl, Pastoralreferent; Dr. Christiane Rieth, Dipl.-Psychologin, Tele-
          fonSeelsorge Darmstadt.
3. „Depression als Hauptursache von Suizid“.
          Referent*innen: Manfred Raddatz, Pfr. i.R., Vorsitzender des Darmstädter Bündnis gegen De-
          pression; Patricia Gill-Schultz, Koordinatorin des Darmstädter Bündnis gegen Depression; Ag-
          nes Dörr-Roet, Pastoralreferentin, Klinikseelsorgerin, Darmstädter Bündnis gegen Depression.
4. „Gescheitert. Aber richtig. Und jetzt?“
           Referent: Viktor Staudt.
Veranstalter/Kontakt: Institut für Theologie und Sozialethik, AkadR Dr. Gerhard Schreiber / E-Mail: schreiber(at)theol.tu-darmstadt.de


Einladung zum öffentlichen Vortrag: Viktor Staudt "Gescheitert. Aber richtig - Weiterleben nach einem Suizidversuch."

Ein Zeitungsartikel zur Veranstaltung (Darmstädter Echo vom 3. Juli 2018: "Mut zu leben, trotz Panik- und Angstattacken" von Karin Walz) ist hier zu finden.

Mittwoch 27. Juni 2018, 18:30 Uhr
Der Niederländer Viktor Staudt berichtete offen, ehrlich und ohne Beschönigung über seine langjährigen Angstattacken und Depressionen, wie er im Alter von dreißig Jahren keinen Ausweg mehr sah, vor einen Zug sprang und überlebte, dabei aber beide Beine verlor. Er schilderte sehr persönlich seinen langen Weg zurück ins Leben und warum er heute froh ist, überlebt zu haben.
Die Veranstaltung soll das Tabuthema Suizid ins öffentliche Bewusstsein bringen und wurde organisiert vom Institut für Theologie und Sozialethik (iths) der TU Darmstadt in Kooperation mit dem Darmstädter Bündnis gegen Depression e.V., der TelefonSeelsorge Darmstadt e.V. und der Trauerseelsorge im ev. Dekanat Darmstadt Land.
Kontakt: AkadR Dr. Gerhard Schreiber / E-Mail: schreiber(at)theol.tu-darmstadt.de

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Einladung zum Vortrag: Sterbefasten

Mittwoch 13. Juni 2018, 11:45 - 13:15 Uhr
Technische Universität Darmstadt
Gebäude S1|03 (Altes Hauptgebäude) Raum 23
Hochschulstraße 1
Im Vortrag zu diesem Phänomen eines „freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit“ zur Beendigung des eigenen Lebens geht es um die Erläuterung wichtiger Aspekte dieses Prozesses. Neben der Abbildung der spannungsreichen kontroversen Debatte um die rechtliche und ethische Einordnung dieser Form des Suizids werden auch medizinische und pflegerische Aspekte bei der Begleitung aus eigener Erfahrung eine Rolle spielen. Ein weiterer Fokus des Vortrags liegt auf der Einbindung des Themas „Sterbefasten“ in die allgemeine palliative Versorgung.
Referentin: Claudia Eyssen-Heilemann (Krankenschwester und Palliativ-Pflegefachkraft, Abteilung Hospizdienst und Palliativberatung des Bürgerinstitutes Frankfurt e.V.)
Veranstalter Institut für Theologie und Sozialethik, Technische Universität Darmstadt
Kontakt: AkadR Dr. Gerhard Schreiber / E-Mail: schreiber(at)theol.tu-darmstadt.de

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Vortragsabend: Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert

am Donnerstag 8. Februar 2018, 16:15 - 18:00 Uhr   
Gebäude S1 / 05  Maschinenhaus, Magdalenenstraße 12, Raum 24
Sarah Diehl (Berlin) und Boris von Heesen (Darmstadt): "Typisch weiblich, typisch männlich?
Veranstalter Institut für Theologie und Sozialethik, Technische Universität Darmstadt
Kontakt: AkadR Dr. Gerhard Schreiber / E-Mail: schreiber(at)theol.tu-darmstadt.de

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Arbeitstagung aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des iths

Aus Anlass des 40jährigen Bestehens des 1977 gegründeten iths fand an diesem Wochenende (26./27.1.2018) – mit der finanziellen Unterstützung der TU und des Vereins der Freunde der TU – im Darmstädter Kongresshotel eine große Jubiläumstagung zum Thema: ‚Die Kirchen und der Staat des Grundgesetzes‘ statt. Nähere Informationen zu Programm und Profil dieser Tagung finden Sie hier.


Interview über "Homo- und Intersexualität in der Theologie" im Deutschlandfunk

In der Sendung "Tag für Tag" des Deutschlandfunks war am 29. Dezember 2017 Dr. Gerhard Schreiber zu Gast, um mit der Moderatorin Dr. Christiane Florin über "Homo- und Intersexualität in der Theologie" zu sprechen. "Ehe für alle", "drittes Geschlecht", Gender - das waren Erregerthemen 2017. Warum dieses Reizklima? Dr. Schreiber sagt: "Wir müssen Geschlecht thematisieren, damit wir Diskriminierungen aufdecken und beseitigen können." Auch das christliche Menschenbild.
Das Interview zum Nachlesen ("Das Problem ist die Gesellschaft, nicht die Menschen") finden Sie hier


Vortragabend Thema "Suizid"

am Mittwoch 5. Juli 2017, 17:30 - 19:00 Uhr
Viktor Staudt: "Suizid - der Schrei nach Leben"

Der Niederländer Viktor Staudt berichtete offen, ehrlich und ohne Beschönigung über seine langjährigen Angstattacken und Depressionen, wie er im Alter von dreißig Jahren keinen Ausweg mehr sah, vor einen Zug sprang und überlebte, dabei aber beide Beine verlor. Er schilderte sehr persönlich seinen langen Weg zurück ins Leben und warum er heute froh ist, überlebt zu haben.
Hierbei las er Passagen aus seinem Spiegel-Bestseller Die Geschichte meines Selbstmords und wie ich das Leben wiederfand. Die Lesung soll das Tabuthema Suizid ins öffentliche Bewusstsein bringen und wurde organisiert vom Institut für Theologie und Sozialethik (iths) der Technischen Universität Darmstadt.
Veranstalter: Institut für Theologie und Sozialethik, Technische Universität Darmstadt
Kontakt: AkadR Dr. Gerhard Schreiber | E-Mail: schreiber(at)theol.tu-darmstadt.de

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7. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaft (05./06.05.2017)

"Zwischen Nächstenliebe und Erwerbsarbeit. Zur prekären Organisation der Altenpflege in Deutschland"
Seit den 1970er Jahren macht das Schlagwort vom 'Pflegenotstand' auf bis heute ungelöste, ja dramatisch wachsende Problemlagen in der Versorgung alter und kranker Menschen aufmerksam, nicht nur im stationären, sondern auch im ambulanten Bereich. Und diese Problemlagen scheinen sich nicht nur durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft, sondern auch in Folge der mit dem Pflegeversicherungsgesetz vom 1995 eingeführten Marktöffnungsprozesse im Sektor der sozialen Dienstleistungen noch deutlich verschärft zu haben.
Vor diesem Hintergrund geht es auf der Tagung um die Frage, wie sich die Situation der – professionellen – Altenpflege in Deutschland historisch entwickelt hat, wie sie sich z.Zt. darstellt, wo spezifische Probleme und Chancen liegen, wie sich die großen gesellschaftlichen player, der Staat, die Wohlfahrtsverbände, die Gewerkschaften und private Dienstleistungsanbieter in diesem Feld positionieren und welche Strategien und Konzepte politisch sinnvoll sein könnten, um die Professionalität der Altenpflege in Deutschland auszubauen und zu befördern.
Näheres zum Programm finden Sie hier.
 


Preisverleihung hervorragende wiss. Leistungen

Heute (3.5.2017) fand im Lichtenberg-Haus die feierliche Verleihung der diesjährigen Preise für hervorragende wissenschaftlichen Leistungen an der TU Darmstadt durch den 'Verein der Freunde der Technischen Universität zu Darmstadt e.V.' statt.
Für den Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaft wurde der Preis an Dr. Jonas Hagedorn für seine Dissertation 'Vom liberalen Kapitalismus zum postliberalen Korporatismus? Der solidaristische Beitrag Oswald von Nell-Breunings SJ in den Auseinandersetzungen um das Wirtschafts- und Sozialmodell der Weimarer Republik' verliehen.
Wir gratulieren Jonas sehr herzlich zu diesem schönen Erfolg! 
Festakt: Verein der Freunde der TU Darmstadt


Vortragsabend über Transsexualität/Transidentität

Am 26. Januar 2017 lud das Institut für Theologie und Sozialethik (iths) zu einem öffentlichen Vortragsabend zum Thema „Transsexualität/Transidentität“ in das Universitätszentrum. Prof. Dr. Livia Prüll vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Petra Weitzel von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. gaben vor einem erfreulich gut besuchten Auditorium einen spannenden Einblick in das Phänomen der Transsexualität/Transidentität und die damit verbundenen persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
    Livia Prüll, die sich in ihrer Forschung vor allem mit medizinhistorischen Themen des 19. bis 21. Jahrhunderts beschäftigt, widmete sich in ihrem Vortrag insbesondere der medizinhistorischen Einordnung sowie den historischen Hintergründen der Pathologisierung von Transidentität. Die im Lichte der historischen Entwicklung durchgeführte Standortbestimmung ist zugleich ein Schlüssel zum Verständnis dessen, was wir heutzutage als „Transphobie“ bezeichnen. Im Anschluss an diese Ausführungen über Transidentität im Spannungsfeld von Medizin- und Kulturgeschichte schilderte Petra Weitzel, langjährige Beraterin für transidente Menschen, die gegenwärtigen Herausforderungen und Probleme transidenter Menschen (auch) in unserer Gesellschaft. Besonders die soziale Situation transidenter Menschen ist bestürzend: 21% der transidenten Menschen in Deutschland sind arbeitslos, es gibt keinen Bereich, von der KiTa über die Schule bis ins Studium und dann im Arbeitsleben, in dem nicht jemand transidenten Menschen Stolpersteine in den Weg legt.
    Beide Vorträge und die anschließende Diskussion mit dem Auditorium brachten zu Bewusstsein, wie sehr es darauf ankommt, die mit der Pathologisierung von Transsexualität/Transidentität auch in unserer Gesellschaft noch immer einhergehende vielschichtige Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung transsexueller/transidenten Menschen zu beenden. Bei dem Verweis auf laufende und geplante Aufklärungsprojekte zu Transsexualität/Transidentität wurden überdies verschiedene Anknüpfungsmöglichkeiten an religiöse Frage- und Problemstellungen deutlich, zum Teil unter expliziter Einbeziehung von Theologie und Kirche als Gesprächspartner. Hervorzuheben ist das von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. organisierte und vom Bundesfamilienministerium geförderte Interview- und Filmprojekt „TuR – Trans* und Reformation“ anlässlich des Reformationsjubiläums 2017, das kurz vor dem Abschluss steht.

Die kostenlose Broschüre zu diesem Projekt, die einen Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Stand der Behandlung von transsexuellen und transidenten Menschen in den verschiedenen Kontexten von Theologie, Medizin, Recht und Politik gibt und in fünfzehn Interviews Menschen zu Wort kommen lässt, die ihre ganz persönlichen Ansichten zu Kirche, Glauben und Reformation mitteilen, erscheint Mitte Februar unter:

Reformation für alle*. Transidentität/Transsexualität und Kirche, hg. von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität in Kooperation mit Asta Dittes, Livia Prüll, Anne Scheschonk, Johanna Schmidt-Räntsch und Gerhard Schreiber, Berlin: dgti e.V. 2017.

Das Projekt finden Sie auch online unter: www.tur2017.de


Interview über "Gender und Theologie" im Deutschlandfunk

In der Sendung "Tag für Tag" des Deutschlandfunks war am 9. Dezember 2016 Dr. Gerhard Schreiber zu Gast, um mit der Moderatorin Dr. Christiane Florin über "Gender und Theologie" zu sprechen. Die Theorien, wonach es nicht nur ein biologisches, sondern auch ein soziales Geschlecht gibt, sind in den Kirchen und in der Theologie hoch umstritten. Mann ist Mann und Frau ist Frau, sagen die Kritiker. Dr. Schreiber plädiert im Deutschlandfunk dafür, Vielfalt als Teil der Schöpfung zu sehen - und als gesellschaftliche Bereicherung.

Das Interview zum Nachlesen ("Warum macht uns das Angst, dass wir vielfältiger geschaffen sind?") finden Sie hier.


Erfolgreiche Disputation am iths

Heute (29.11.2016) hat Dipl.-Theol. Jonas Hagedorn seine am Fachbereich 2 der TU Darmstadt eingereichte Dissertation erfolgreich verteidigt. Sie trägt den Titel: Vom liberalen Kapitalismus zum postliberalen Korporatismus? Der solidaristische Beitrag Oswald von Nell-Breunings SJ in den Auseinandersetzungen um das Wirtschafts- und Sozialmodell der Weimarer Republik.
Jonas Hagedorn hat damit alle Voraussetzungen erfüllt, um nach der Veröffentlichung der Arbeit den Titel Dr. rer. pol. verliehen zu bekommen.
Bis zum Sommer war Jonas Hagedorn als wissenschaftlicher Mitarbeiter am iths beschäftigt. Jetzt arbeitet er am Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen. Viele Freunde und Kollegen des NBI ließen es sich denn auch nicht nehmen, bei der Darmstädter Disputation dabei zu sein. Bilder
Wir wünschen Jonas für seinen weiteren Weg alles Gute und sind uns sicher, dass er dem iths auch weiterhin freundschaftlich verbunden bleibt.


Buchvorstellung und Podiumsdiskussion in Berlin am 28. November 2016

Anlässlich der Veröffentlichung des von Gerhard Schreiber herausgegebenen Konferenzbandes Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften. Ergebnisse, Kontroversen, Perspektiven

hat der Verlag Walter de Gruyter (Berlin und Boston) am 28. November in der Zwölf-Apostel-Kirche in Berlin zu einer Podiumsdiskussion über die Themen des Bandes geladen.
Teilnehmende der Podiumsdiskussion waren:

  • Oberkirchenrätin Dr. Kristin Bergmann (Leiterin des Referates für Chancengerechtigkeit der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD)
  • Dr. Ina-Marie Blomeyer (Leiterin des Referats „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Geschlechtsidentität“, Bundesfamilienministerium, BMFSFJ)
  • Dr. Gerhard Schreiber (Herausgeber, Institut für Theologie und Sozialethik der Technischen Universität Darmstadt)
  • Dr. Amelie Zapf (Musikerin, Biochemikerin, Synagogengemeinde Sukkat Schalom Berlin)
  • Pfarrerin Dorothea Zwölfer (Gemeindepfarrerin, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern)

Für die musikalische Begleitung dieser sehr gut besuchten Veranstaltung sorgten Amelie Zapf und die US-amerikanische Sängerin/Songwriterin Namoli Brennet.

Siehe den Bericht zur Veranstaltung von Anne Kampf: „Männlich und weiblich – und das dazwischen auch“ (29.11.2016) auf www.evangelisch.de

Nachfolgend ein paar Impressionen von Claudia Kristine Schmidt:


6. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik (22./23.04.2016) "Wohlfahrtsverbände im Modernisierungsstress"

Mit über 25 Teinehmerinnen und Teilnehmern fanden die '6. Heppenheimer Tage' in diesem Jahr schon im April statt. Es ging um 'Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Freien Wohlfahrtspflege'; und zwar nicht nur im Blick die jüngeren Umbruchprozesse in Deutschland, sondern auch im Blick auf die Chancen und Herausforderungen des bundesdeutschen Arrangements einer 'dualen Wohlfahrtspflege' im Rahmen der aktuellen europarechtlichen Regelungen. Das Programm der Tagung finden Sie hier.


5. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik

„Wem gehört das Land – und wozu eigentlich? Probleme und Perspektiven des Privateigentums an Grund und Boden"
Mit über 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fanden am 29./30.05.2015 die 'fünften Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik' statt, die sich in bewährter interdisziplinärer Weise intensiv mit einer der zentralen Zukunftsfragen der globalisierten Welt beschäftigten: der Frage nach einer guten und gerechten politischen Organisation und (Be-)steuerung des Privateigentums an Grund und Boden und des angemessenen Umgangs mit den zunehmend bedrohten globalen Gemeinschaftsgüter der Menschheit.
Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.


10. Rhein-Main-Kolloquium "Religion und Politik"

Am Fastnachtsdienstag 17.5.2015 fand in Kooperation mit dem Lehrstuhl Religionsphilosophie der Goethe-Uni Frankfurt das zehnte RMK statt. Diesmal ging es um die Religionstheorie und –soziologie von Pierre Bourdieu. Als Referent stand uns Jochen Schwenk vom Darmstädter Institut für Soziologie zur Verfügung. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

„Relaunching corporatism?“ – 4. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik

Die 4. 'Heppenheimer Tage', die in diesem Jahr am 09./10.05.2014 stattfanden, beschäftigten sich – aus historischer, empirischer und normativer Perspektive – mit der Frage, ob und gegebenenfalls inwiefern (neo-)korporatistische Arrangements in der Wirtschafts- und Sozialordnung moderner europäischer Gesellschaften (und in der EU selbst) heute noch – oder vielleicht gerade wieder – aussichtsreich und zukunftsfähig sein können.
Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

9. Rhein-Main-Kolloquium "Religion und Politik"

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Religionsphilosophie des Fachbereichs Kath. Theologie der Uni Frankfurt fand das 9. Rhein-Main-Kolloquium am Dienstag, 01.04. (kein Aprilscherz!) statt. Unter dem Titel 'Religion-Universalismus-Prophetie' ging es diesmal um das Werk von Michael Walzer. Als Referenten konnte man Michael Kühnlein und Michael Haus begrüßen. Interessierte – ausdrücklich auch "Neulinge" – waren herzlich eingeladen. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

8. Rhein-Main-Kolloquium "Religion und Politik“

Am Dienstag, den 17. September 2013 fand in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Religionsphilosophie zum achten Mal das Rhein-Main-Kolloquium „Religion und Politik“ statt. Unter dem Thema „Die Abkehr vom Ewigen im politischen Denken: Hannah Arendt“ wurden die Wechselwirkungen und Spannungen zwischen religiösen, philosophischen und politischen Elementen von Arendts Werk diskutiert. Als Referenten unterstützten uns Dr. Sybille De La Rosa (Heidelberg) und Dr. Amir Engel (Frankfurt).
Genaueres kann dem Programm entnommen werden.

Kontakt

TU Darmstadt

Institut für Theologie und Sozialethik

Fachbereich 2

Gebäude: S 4 24 / Räume: 118-121

Besucheradresse:
Landwehrstr. 54
D-64293 Darmstadt
Hinweis: Bitte benutzen Sie die untere Klingeltaste

Postanschrift:
Dolivostr. 15
D-64293 Darmstadt

Tel.: + 49 (0) 61 51/16-57419

Fax: + 49 (0) 61 51/16-57417

E-Mail: komorek(at)theol.tu-darmstadt.de


Hier finden Sie - ohne Anspruch auf Vollständigkeit- Hinweise zu Tagungen und Veranstaltungen mit iths-Beteiligung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Seite Ihr Interesse findet.

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